Der Fehrenbacher Hof

Im Talzinken Altersbach, 2 km oberhalb des Dorfes unweit der Gemarkungsgrenze von Welschensteinach, eingebettet zwischen Tschägbühl und Niederhofereck , liegt der Fehrenbacher Hof. Im Jahre 1706 beantragte der damalige Besitzer Johann Fehrenbacher bei der Herrschaft Kinzigtal die Erteilung des Realrechts für seine Wirtschaft.

Der Oberamtsrat erlaubte am 17. August 1706 das „Wirten auf dem Fehrenbacher Hof“. Nach den Akten nannte sich das Wirtshaus „Zum Schwarzen Adler“.

1835 betrieb Josef Fehrenbacher an der Straße nach Welschensteinach eine Restauration.

Josef Fehrenbacher behauptet 1835 „seit unvordenklichen Zeiten“ zu wirten.

Im Jahre 1850 stellte Josef Fehrenbacher (geb. am 21.2.1795) den Wirtschaftsbetrieb ein. Josef Fehrenbacher wurde übrigens1840 Bürgermeister von Hofstetten und er war wie sein Sohn Wendelin Fehrenbacher (geb.am 7.11.1838) ein streitbarer Mann. In den Jahren 1846 bis 1848 und 1851, die als Notjahre manchen braven Mann an den Bettelstab brachten, erwarb er zahlreiche Grundstücke und Häuser in Hofstetten.

Die Sage vom Höllenhund in Hofstetten

Oberhalb vom Fehrenbacher Hof, an der Gemarkungsgrenze zwischen Hofstetten und Welschensteinach, der sogenannten Teufelsküche, erhebt sich das Fehrenbacher Kreuz, welches 1872 von Wendelin und Genoveva Fehrenbacher gestiftet wurde.

Unweit des Kreuzes soll ein „Höllenhund“ begraben sein, der einst auf dem Fehrenbacher Hof sein Unwesen getrieben hat.

Nach dem Tod des als Prozeßkrämer verschrienen ehemaligen Bürgermeisters von Hofstetten und Besitzer des Fehrenbacher Hofes, Josef Fehrenbacher, im Jahre 1863 soll auf dem Hof ein böser Geist in Gestalt eines abscheulichen schwarzen Hundes umgegangen sein.

Eines Abends hatten sich die Bewohner der umliegenden Höfe auf dem Fehrenbacher Hof zu einem Lichtergang zusammengefunden.

Plötzlich klopfte es an die Tür. Nichts Gutes ahnend öffnete die Bäuerin und rief :“ Rie was rie mueß !!!“Da sprang unter die erschrockenen Gäste ein furchterregender schwarzer Hund.

Seit jenem Abend ließ er sich nicht mehr aus dem Haus vertreiben. Der Sage nach nahm das Gespenst mitunter verschiedene Gestalten an. Einmal soll es eine Maus, das andere Mal eine Schlange gewesen sein, die sich um den Ofen herumwand und bis zum Fenster reichte.

Die Bewohner des Fehrenbacher Hofes und mit ihnen viele Hofstetter Bürger waren durch den Geist in Angst und Schrecken versetzt.

In der Not holte der damalige Hofbesitzer, Wendelin Fehrenbacher, einen Haslacher Kapuziner, der den hartnäckig im Haus herumspukenden Hund bannen sollte.

Auf die Frage des Kapuziners wer er denn sei, antwortete der Hund er sei der böse Geist des verstorbenen Josef Fehrenbacher, der zur Strafe für sein ständiges Prozessieren und seine andauernden Streitigkeiten keine Ruhe finde und nun als „Höllenhund“ umherirre.

Der Geist bat den Kapuziner ihn nicht ins Freie zu bannen, wo er den Unbilden der Witterung ausgesetzt wäre. Um dieser Bitte zu entsprechen, bannte der Kapuziner den Höllenhund unter einen Sautrog und ließ ihn oberhalb des Fehrenbacher Hofes auf einer Wiese begraben.

Wenige Meter daneben errichtete einige Jahre später WendelinFehrenbacher ein schönes Steinkreuz mit dem Bildnis des gekreuzigten Heilands in der Hoffnung, daß der Höllenhund für immer von seinem Hof verbannt sein und die arme Seele seines Vaters endlich die ewige Ruhe finden möge.