Unser Narrenruf
„Kette – Rassle“, „De Schatz isch furt“
und „Simse – Gräbsler“

Die Entstehungsgeschichte des Vereins

Der erste Grundgedanke, eine Narrenzunft zu gründen entwickelte sich 1991 in etlichen Gesprächen zwischen Hans-Peter Singler, Andreas Ketterer, Siegfried Wölfle und Josef Neumaier. Er wurde jedoch wieder verworfen bis zum Narrentreffen 1993 in Welschensteinach, als die Bollenbacher „Ruhmattenschimmel“ ihren ersten Auftritt hatten.

Daraufhin setzten Hansi und Sigi alle Hebel in Bewegung, um bis zur nächsten Fastnacht ebenfalls ein Häs zu besitzen.

Der erste Gedanke befaßte sich mit der darzustellenden Narrenfigur. Manfred Hildenbrand erzählte von einer Teufelskanzel in Hofstetten. Daraufhin waren alle auf einen Hofstetter Teufel versessen. Doch bei der Suche nach einer Geschichte von der sogenannten Teufelskanzel stieß Alexandra Faist in der Hofstetter Ortschronik auf einen kleinen Abschnitt über ein Wegkreuz, das auf dem Fehrenbacher Hof steht. Dieses Kreuz wurde aus einem interessanten Grund erstellt. Alexandra informierte sich genauer über die Sage. Die Geschichte stand in der Welschensteinacher Ortschronik, da das Kreuz an der Grenze zu Welschensteinach steht.

Da es in dieser Sage um einen schwarzen Hund handelt , sind sie buchstäblich „auf den Hund gekommen“.

Nachdem die passende Gestalt mit der dazugehörigen Sage gefunden war, machten sich Sigi und Hansi auf die Suche nach einem Schnitzer für die Maske.

Die Wahl fiel auf Meinrad Volk aus Steinach. Aus mehreren Bildern und Fotografien gestaltetet Herr Volk die perfekte Maske.

Währenddessen machten sich Alexandra und Annette Moser auf die Suche nach einem geeigneten Fell. Sie fuhren extra nach Ulm zu den Steiff – Werken, um nach Fell zu schauen, aber außer Plüschtieren bekamen die beiden nichts zu sehen. lnzwischen wurden es immer mehr Mitglieder. Letztendlich waren es 14 Gründungmitglieder, die alle gute Vorschläge zur Gestaltung des Häs‘ brachten.

Nun war es an der Zeit, die Gründungsversammlung vorzubereiten. Sie war am 6. Juli 1993 auf der „Biereck“. Das Häs war am Vorstellungstermin (3.12.1993) so gut wie perfekt.

Vorstellung des Höllenhundes im Gasthaus Drei Schneeballen

am Freitag, den 3.12.1993.

Nun ist die Stunde der Wahrheit gekommen: Zum erstenmal wurde das komplette Häs der Öffentlichkeit vorgestellt. Es waren nicht nur die Vertreter der örtlichen Vereine der Einladung gefolgt. Auch Abordnungen benachbarter Narrenzünfte waren zahlreich erschienen. Ehe das Häs vorgestellt wurde, begrüßte Hans-Peter Singler alle Anwesenden. Danach erläuterte der Säckelmeister Arnold Allgaier die Entstehungsgeschichte der Zunft und anschließend die Chronik vom Höllenhund von Hofstetten.

Endlich war es so weit. Mit dem Spruch: „Rie was rie mueß“ sollte der Höllenhund, begleitet von einer Abordnung der Hofstetter Musikkapelle, in den Saal einmaschieren. Alle Anwesenden warteten gespannt, aber der Höllenhund ließ sich Zeit. Nun rief der ganze Saal. Beim dritten Versuch kam er endlich.

Das Häs konnte ausreichend betrachtet werden, bis den Hästrägern das ganze zu warm wurde. Es war ein „Höllen – Erfolg“.